Gut betreut auf Jugendreisen?

“Wie gut ist die Betreuung auf Jugendreisen?“ ist die zentrale Frage von Eltern, deren Kinder auf eine betreute Ferienfreizeit fahren. Ein neues, einheitliches Bewertungssystem für pädagogische Betreuung soll Auskunft geben und als “Qualitätssiegel” für den Reiseanbieter und besorgte Eltern dienen. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. hat dieses Instrument zur Bewertung entwickelt. Die Pilotphase ist erfolgreich gestartet und wurde vom Bundesjugendministerium gefördert. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e. V. arbeitet seit 2005 an einem Verfahren zur einheitlichen Bewertung der pädagogischen Betreuung bei Kinder- und Jugendreisen. Fünf Veranstalter – RUF Jugendreisen, Sportjugend Rheinland-Pfalz, Erlebnistage, „up with friends“ der Kinder- und Jugendreisedienst der Diakonie in Bayern sowie CISV Germany – nahmen 2007 mit Erfolg an der Pilotphase teil.

Mit Hilfe eines einheitlichen Erhebungsbogens macht jeder teilnehmende Jugendreiseveranstalter die Qualität seiner pädagogischen Betreuung transparent. Verschiedenste Kategorien bewertet das BundesForum mit einem Punktesystem – hier muss der Reiseanbieter eine Mindestanzahl erreichen, um das Prädikat „gut“ zu erhalten. So ist sowohl für die Anbieter selbst als auch für die jungen Kunden und Eltern ein einheitlicher Qualitätsstandard schnell ersichtlich..

Eine wichtige Kategorie im Punktesystem ist etwa die Auswahl und Ausbildung der Reiseleiter. Der Erhebungsbogen verlangt den Nachweis notwendiger Qualitätskriterien – wie Motivation und Belastbarkeit des angehenden Jugendbetreuers und seine Kenntnisse über Rechte und Pflichten eines Reiseleiters. Auch die Organisation der Reiseleitereinsätze nimmt in der Qualitätsmessung eine wichtige Rolle ein.

Ein solches Instrument, sozusagen ein “Jugendreise-TÜV”, ist längst überfällig. Eine bunte Internetseite ist schnell gemacht, genauso ein lustiger Jugendreisekatalog. Qualifizierte Auskunft über die Qualität der Betreuung der Kids geben diese Medien oft leider nicht. So gab es immer wieder schwarze Schafe, die mit Dumpingangeboten Kids und Eltern lockten, jedoch keinerlei Wert auf die Auswahl und Ausbildung ihrer Jugendbetreuer legten. Dies trifft leider gleichermaßen für gewerbliche, aber auch für gemeinnützige Anbieter zu. Das neue Qualitätssiegel des BundesForums soll nun helfen, die seriösen Anbieter treffsicher zu erkennen.


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