Es scheint pure Verzweiflung zu sein. Das peinliche Buhlen der ARD um das junge Publikum nimmt kein Ende. Nach Pochers wöchentlicher Selbstdemontage und dem Quoten-Waterloo des Bruce Darnell wurde jetzt Sarah Kuttner ins Rennen geschickt, die Gunst der Jugend zu erlangen. Doch auch dieser Versuch floppte. Gerade einmal 190.000 junge Menschen wollten das Debut von “Kuttners Kleinanzeigen” sehen, was einem Marktanteilchen von 3.4 Prozent entspricht. Kress spricht von “komplettem Schiffbruch“.
Somit ist es der ARD gelungen, den ohnehin schon bescheidenen Marktanteil von Bruce Darnells Stylingshow (5.9 Prozent) fast zu halbieren. Bedenkt man dabei die sehr breite Spannweite der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer wird klar, dass die wirkliche Jugend, die unter 20-jährigen, wohl komplett abwesend war.
So richtig scheinen die Programmacher wohl selbst nicht an den Erfolg Kuttners geglaubt haben. Warum sonst wurden nur drei Folgen produziert? Warum sonst der “jugendfreundliche” Sendeplatz um 23.30 Uhr? Erfolg kann ja bekanntlich erzwungen werden - Misserfolg anscheinend auch.

Ich hab mir die Sendung mal angeschaut. War ziemlich neugierig, weil ich die Sarah auch ganz gern mag. So schlecht fand ich´s auch garnicht. Die miese Quote lag dann doch wohl eher daran, dass es in der ARD gesendet wurde. Auf Pro7 hätte die selbe Sendung bestimmt das Doppelte gehabt.
Grüße und weiter so
Armin (remember?
Also, ich fände es sehr schade, wenn Sarah Kuttner nach den bescheidenen drei Folgen wieder vom Bildschirm verschwinden würde.
Denn erstens empfand ich das Konzept als gar nicht einmal so schlecht
und zweitens sind nette und natürliche Gesichter im TV mittlerweile sehr selten geworden.
Daß – vom Inhalt der Sendung abgesehen – die Quote allein schon wegen der unmöglichen Ausstrahlungszeit floppen mußte, lag wohl auf der Hand.
Warum sollte man dieser Sendung eigentlich nicht z.B. im Nachmittagsprogramm statt einer dieser zahllosen wie unsäglichen “Seifen-Käse-Opern” eine neue Chance geben?!