Archiv der Kategorie 'Jugendstudien'
Der Anteil der Jugendlichen, die einen eigenen Computer besitzen, ist mit 71 Prozent erstmals deutlich höher, als derjenigen mit eigenem Fernsehgerät (61 Prozent). Zudem verfügt jeder zweite Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren inzwischen über einen eigenen Internetanschluss. Dies sind erste Ergebnisse der JIM-Studie 2008 des MPFS, die im Rahmen der Fachtagung “Jugend heute” unlängst in Stuttgart vorgestellt wurden.
“Jugendliche lesen doch” rauscht es derzeit im digitalen Blätterwald. 87 Prozent der 12- bis 19-Jährigen Jugendlichen greifen nach wie vor zur Zeitschrift. Angeblich. Dies ist eine Erkenntnis der noch druckfrischen, traditionsreichen Verbraucheranalyse VA 2008. Eine nicht ganz so lange Tradition hat die bemerkenswerte Timescout-Studie der Jugendmarketingagentur tfactory. Auch sie untersuchte unlängst das Mediennutzungsverhalten der deutschen Jugend. Hört, hört: “Gerade noch 15 Prozent der 15- bis 19-jährigen lesen eine Jugendzeitschrift.” Nanu? Was stimmt denn nun?
Nach dem Ende der Sommerferien machen sich Kinder nun allerorts wieder auf den Weg zur Schule. Oft ein Grund für schlechte Laune - wie man meint. Die hier schon bestens bekannten Marktforscher von Synovate haben deshalb Mütter befragt, mit welcher Laune ihre Kinder morgens zur Schule gehen.
Ganze 23,30 € Taschengeld erhalten die rund 5,7 Millionen Kids im Alter zwischen 6 und 13 Jahren durchschnittlich pro Monat. Soviel wie nie zuvor und rund 14 Prozent mehr als noch 2006. Von solchen “Gehaltssteigerungen” kann VERDI nur träumen. Diese und viele weitere Zahlen bescheinigt uns die jüngst erschienene Kids Verbraucher Analyse 2008 des Egmond Ehapa Verlages aus Berlin. Neben vieler guter Nachrichten für Unternehmen, die im Jugendmarketing aktiv sind, gibt die Studie jedoch auch bedenkliche Tendenzen preis. So, in meinen Augen, die Entwicklung des Informationszugangs in diesem Land.
Wenn die öffentlich-rechtlichen Anstalten eine Online-Studie in Auftrag geben, dient dies sicher vorrangig der lobenswerten Markt- und Meinungsforschung. Aber eben nur vorrangig. Genau wie eigentlich bei jeder Studie, sollte man sich beim Lesen über die Interessen der Auftraggeber genauestens im Klaren sein. Cui bono? So auch hier.
Er ist schon so etwas wie eine Pflichtveranstaltung geworden, der jährliche Kongress der iconkids & youth in München. Eine Pflichtveranstaltung für alle, die im Bereich des Kinder- und Jugendmarketing ihre Berufung sehen. Und so waren sie auch in diesem Jahr gekommen. Alle. Weitaus mehr, als in den vergangenen Jahren. 376 Teilnehmer aus 214 Unternehmen zählte die Gästeliste. Die Veranstaltung hat es nach nunmehr zehn Jahren endgültig geschafft, zum Branchentreffpunkt zu avancieren. Sicher auch, Dank der kompetenten Beiträge sowie einer kleinen aber feinen begleitenden Ausstellung “Young Communication”.
Welche Auflage hat die Bravo? Wo finde ich aktuelle Jugendstudien? Welche Reichweite hat Facebook in Deutschland? Diese und weitere Fragen beschäftigen viele, die ihr Brot mit dem Kinder- und Jugendmarketing verdienen. Um hier ein wenig Orientierung zu schaffen, gibt es nun die ROXXO-Linx, eine kleine Sammlung von Verweisen auf interessante und nützliche Internetseiten rund um das Thema Jugendmarketing. Hier finden sich neben den aktuellsten Auflagenzahlen der größten Kinder- und Jugendzeitschriften auch Daten zu den bedeutesten Internet-Plattformen, aktuelle Jugendstudien, Blogs und Agenturen. Ergänzungen, Wünsche und Hinweise sind vom Verfasser ausdrücklich erwünscht.
Das Fernsehen ist schon ein ganz feines Medium. Zumindest für Werbetreibende. Der potentielle Kunde sitzt gebannt vor der Mattscheibe und lässt sich berieseln. Vielleicht noch eine Tüte Chips oder eine Flasche Bier lenken ihn vom wohldosierten Werbekonsum ab. Ein Traum. Ganz anders das Internet. Drei Stunden regungsloses Starren auf Facebook, Twitter oder Xing würden sich ganz schön hinziehen. Hier ist Aktion gefragt. Interaktion. Ein Alptraum für Werber.
Deutschlands Fernsehzuschauer werden immer älter - die Jugend kehrt dem Medium zunehmend den Rücken. Doch welche Fernsehformate sprechen die jungen Zuschauer noch an? Aus gegebenem Anlass, hier eine kleine Zusammenstellung bekannter TV-Formate und deren durchschnittliches Zuschaueralter. Nehmen Sie sich etwas Zeit, Sie werden überrascht sein.
Erfrischend offene Worte fand Udo Reiter, seines Zeichens Intendant des MDR, zur aktuellen Akzeptanz des ARD Programmangebots bei Deutschlands Jugend. “Alle diese Versuche sind schief gegangen. Ein 18-jähriger sucht eben keine Jugendsendung im dritten Programm und Bruce Darnell schaut er sich bei ProSieben an, nicht bei uns”, so Reiter im “Tagesspiegel”.