Archiv der Kategorie 'Computer'
Erst im Januar diesen Jahres wurden die Sendelizenzen für Handy-TV nach dem DVB-H-Standard vergeben. Bereits zehn Monate später, Ende Oktober, soll das ehrgeizige Projekt aufgrund chronischer Erfolglosigkeit wieder eingestellt und die Lizenzen neu ausgeschrieben werden. Die Nachfrage beim Nutzer ist bisher verhalten, der erhoffte Durchbruch der Technologie blieb aus. Die ursprünglich gesetzten Ziele wurden vom bisherigen Lizenzinhaber “Mobile 3.0″ deutlich verfehlt.
Der Anteil der Jugendlichen, die einen eigenen Computer besitzen, ist mit 71 Prozent erstmals deutlich höher, als derjenigen mit eigenem Fernsehgerät (61 Prozent). Zudem verfügt jeder zweite Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren inzwischen über einen eigenen Internetanschluss. Dies sind erste Ergebnisse der JIM-Studie 2008 des MPFS, die im Rahmen der Fachtagung “Jugend heute” unlängst in Stuttgart vorgestellt wurden.
Ganze 23,30 € Taschengeld erhalten die rund 5,7 Millionen Kids im Alter zwischen 6 und 13 Jahren durchschnittlich pro Monat. Soviel wie nie zuvor und rund 14 Prozent mehr als noch 2006. Von solchen “Gehaltssteigerungen” kann VERDI nur träumen. Diese und viele weitere Zahlen bescheinigt uns die jüngst erschienene Kids Verbraucher Analyse 2008 des Egmond Ehapa Verlages aus Berlin. Neben vieler guter Nachrichten für Unternehmen, die im Jugendmarketing aktiv sind, gibt die Studie jedoch auch bedenkliche Tendenzen preis. So, in meinen Augen, die Entwicklung des Informationszugangs in diesem Land.
Eine alte Klinkenputzer-Weisheit besagt: Den Wert bestimmt der Käufer. Und das ist ja so wahr. Sowohl bei Tupperware, Gebrauchtwagen, Domainnamen oder Social-Communities. Microsoft hat den Wert Facebooks im vergangenen Jahr in galaktische Höhen getrieben. Durch die Übernahme von putzigen 1,6 Prozent für 240 Mio. Dollar lag der “Buchwert” von Facebook über Nacht bei 15 Milliarden Dollar. So manchen plagten die Sorgen über eine neue Internet-Blase.
Er ist schon so etwas wie eine Pflichtveranstaltung geworden, der jährliche Kongress der iconkids & youth in München. Eine Pflichtveranstaltung für alle, die im Bereich des Kinder- und Jugendmarketing ihre Berufung sehen. Und so waren sie auch in diesem Jahr gekommen. Alle. Weitaus mehr, als in den vergangenen Jahren. 376 Teilnehmer aus 214 Unternehmen zählte die Gästeliste. Die Veranstaltung hat es nach nunmehr zehn Jahren endgültig geschafft, zum Branchentreffpunkt zu avancieren. Sicher auch, Dank der kompetenten Beiträge sowie einer kleinen aber feinen begleitenden Ausstellung “Young Communication”.
Das Fernsehen ist schon ein ganz feines Medium. Zumindest für Werbetreibende. Der potentielle Kunde sitzt gebannt vor der Mattscheibe und lässt sich berieseln. Vielleicht noch eine Tüte Chips oder eine Flasche Bier lenken ihn vom wohldosierten Werbekonsum ab. Ein Traum. Ganz anders das Internet. Drei Stunden regungsloses Starren auf Facebook, Twitter oder Xing würden sich ganz schön hinziehen. Hier ist Aktion gefragt. Interaktion. Ein Alptraum für Werber.
Die ehrwürdige fvw hatte geladen und viele sind gefolgt. Mehr als 300 wissenshungrige Touristiker waren ohne zu zögern bereit, für stattliche 350 € netto den vermeintlich neuesten Trends und Wahrheiten im Online-Marketing zu lauschen. Ausgebucht. Des großen Andranges wegen musste die Veranstaltung sogar kurzfristig erweitert werden. Die Liste der geladenen Referenten gab Anlass zur Hoffnung. Hier wird die Schatzkiste des nebulösen Themas Online Marketing von Profis einen Spalt weit geöffnet. Meister, sprich zu uns …
Besinnlichkeit? Fehlanzeige. Geschenke müssen her! Heiligabend steht vor der Tür und somit fiebern Millionen von Kids den messbaren Ergebnissen der elterlichen Konsumralley entgegen. Doch was soll es sein? Das Meinungsforschungsinstitut Synovate hat pünktlich 1.325 Kids und Jugendliche nach ihren sehnlichsten Wünschen befragt.
Ja, die Kids sind im Internet. Ohne Zweifel. Und oft. Aber sind sie deshalb süchtig, wie Thomas Hintz, seines Zeichens Psychologe am Mannheimer Zentralinstitut für seelische Gesundheit unlängst herausgefunden haben möchte? Und was bedeutet eigentlich “süchtig”? Sucht wird im Duden mit „krankhafter Übersteigerung von Bedürfnissen“ definiert. Wahrscheinlich medizinisch nicht sehr tragfähig, aber knackig. Um also beurteilen zu können, ob die Kids süchtig sind, müsste Herr Hintz a.) die Bedürfnisse der Jugendlichen kennen und b.) belegen, dass diese “krankhaft übersteigert” sind. Beides scheint mir mehr als fraglich.
Nach dem Radio und den Jugendzeitschriften geht es jetzt auch dem Fernsehen empfindlich an den Kragen: Das Medium Internet hat dem TV bei jungen Nutzern den Rang abgelaufen. Wie die noch handwarme Studie “Mediascope Europe 2007” berichtet, nutzen 75 Prozent der befragten 16- bis 24-Jährigen fünf bis sieben Tage die Woche das Internet. Der Fernseher kommt jedoch nur noch bei 66 Prozent der Probanden regelmäßig zum Einsatz. Somit liegen die Jugendlichen in der Fernsehnutzung satte 13 Prozent unter dem Durchschnitt aller Altersklassen. Das muss die Werbewirtschaft erstmal verdauen.