Archiv der Kategorie 'Jugendmarketing'
Im Jugendmarketing begegnet man ihr ständig: Der sagenumwobenen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Wir haben uns mit ihr arrangiert. Gezwungenermaßen. Reichweitenanalysen von Magazinen, Webseiten oder TV-Formaten weisen sie als “werberelevant” aus. Sie ist das Objekt der Begierde. Sie müssen wir jagen. Doch langsam mehren sich Zweifel am Sinn dieser Gruppierung. Nicht nur bei mir.
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Das dritte Quartal 2008 bescherte den Jugendzeitschriften ein leichtes Plus der verkauften Hefte. Über steigende Zahlen konnten sich BRAVO, BRAVO Girl, Mädchen, der Abiturient, die Hey! und der kostenlose Spiesser freuen. Dieser verpasste die angepeilte Million nur knapp. Zu den Verlierern zählen die Popcorn, Top-of-the-Pops, das Power Rangers Magazin und Card Master. Vor allem Magazine mit geringen Auflagen haben weiter verloren.
Erst im Januar diesen Jahres wurden die Sendelizenzen für Handy-TV nach dem DVB-H-Standard vergeben. Bereits zehn Monate später, Ende Oktober, soll das ehrgeizige Projekt aufgrund chronischer Erfolglosigkeit wieder eingestellt und die Lizenzen neu ausgeschrieben werden. Die Nachfrage beim Nutzer ist bisher verhalten, der erhoffte Durchbruch der Technologie blieb aus. Die ursprünglich gesetzten Ziele wurden vom bisherigen Lizenzinhaber “Mobile 3.0″ deutlich verfehlt.
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Der Bielefelder Jugendreiseveranstalter RUF Jugendreisen lädt seine jungen Kunden am 25. Oktober 2008 zum größten Urlaubsnachtreffen Deutschlands ein. Die Band Revolverheld wird als Live Act die Lipperlandhalle in Lemgo rocken. Im Vorprogramm spielen Glory of Joann, Siegerband des SchoolJam Schülerbandwettbewerbes 2007/2008. Der Veranstalter erwartet bei dem Großevent mehr als 5.000 RUF Jugendreisende im Alter von 14 bis 18 Jahren, die ihren Sommerurlaub in den Ferien- und Clubanlagen überall in Europa verbracht haben.
Die Hotelbranche klagt. Umsatzrückgang, stagnierende Übernachtungszahlen, Invasionen ausländischer Konzerne. Doch neue Konzepte sind im Gastgewerbe dünn gesät. Und wenn einmal mutige Unternehmer neue Märkte erobern, werden sie von Bedenkenträgern und der Presse schnell an den Pranger gestellt. Dabei gäbe es viel zu verbessern und neue Kundengruppen zu erschließen. Waren Sie schon einmal mit einem 15-Jährigen in einem Urlaubshotel? Dann wissen Sie, wovon ich spreche.
Eine alte Klinkenputzer-Weisheit besagt: Den Wert bestimmt der Käufer. Und das ist ja so wahr. Sowohl bei Tupperware, Gebrauchtwagen, Domainnamen oder Social-Communities. Microsoft hat den Wert Facebooks im vergangenen Jahr in galaktische Höhen getrieben. Durch die Übernahme von putzigen 1,6 Prozent für 240 Mio. Dollar lag der “Buchwert” von Facebook über Nacht bei 15 Milliarden Dollar. So manchen plagten die Sorgen über eine neue Internet-Blase.
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Es scheint pure Verzweiflung zu sein. Das peinliche Buhlen der ARD um das junge Publikum nimmt kein Ende. Nach Pochers wöchentlicher Selbstdemontage und dem Quoten-Waterloo des Bruce Darnell wurde jetzt Sarah Kuttner ins Rennen geschickt, die Gunst der Jugend zu erlangen. Doch auch dieser Versuch floppte. Gerade einmal 190.000 junge Menschen wollten das Debut von “Kuttners Kleinanzeigen” sehen, was einem Marktanteilchen von 3.4 Prozent entspricht. Kress spricht von “komplettem Schiffbruch“.
Wenn die öffentlich-rechtlichen Anstalten eine Online-Studie in Auftrag geben, dient dies sicher vorrangig der lobenswerten Markt- und Meinungsforschung. Aber eben nur vorrangig. Genau wie eigentlich bei jeder Studie, sollte man sich beim Lesen über die Interessen der Auftraggeber genauestens im Klaren sein. Cui bono? So auch hier.
Die Philipshalle war ausverkauft, das Wetter gut, die Stimmung vor dem Konzert trotz langer Warteschlangen heiter, hier und da wurde sogar gesungen. Wie es das Tour-Management trotzdem schaffte, dass Tausende von Kids ziemlich sauer den oft langen Heimweg antraten, ist schnell erklärt. Avril sang schön, aber viel zu kurz. Nicht einmal eine volle Stunde konnten ihre jungen Fans samt elterlichen Begleitschutzes die quirlige Kanadierin ihr Eigen nennen. Inklusive Zugaben, versteht sich.
Er ist schon so etwas wie eine Pflichtveranstaltung geworden, der jährliche Kongress der iconkids & youth in München. Eine Pflichtveranstaltung für alle, die im Bereich des Kinder- und Jugendmarketing ihre Berufung sehen. Und so waren sie auch in diesem Jahr gekommen. Alle. Weitaus mehr, als in den vergangenen Jahren. 376 Teilnehmer aus 214 Unternehmen zählte die Gästeliste. Die Veranstaltung hat es nach nunmehr zehn Jahren endgültig geschafft, zum Branchentreffpunkt zu avancieren. Sicher auch, Dank der kompetenten Beiträge sowie einer kleinen aber feinen begleitenden Ausstellung “Young Communication”.