Deutschlands Jugend
hat Angst vor der Zukunft

Die Jugend Deutschlands sieht nichts Gutes auf sich zukommen. In keinem anderen Land sind Jugendliche so pessimistisch, wie hierzulande. Diese und andere Fragen werden in einer aktuellen UNICEF-Studie beantwortet, die das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen im internationalen Vergleich von 21 Ländern untersucht. Im Gesamtvergleich aller Bewertungskriterien belegt Deutschland nur einen durchschnittlichen achten Rang.

Nahezu jeder vierte junge Mensch in Deutschland geht davon aus, dass er später seinen Traumberuf nicht ausüben wird. In den USA haben lediglich neun Prozent der Befragten eine so trübe Erwartung hinsichtlich ihrer Zukunftsperspektiven. Die Untersuchungsergebnisse zeigen auch, dass sich viele Jugendliche in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert fühlen. Sechs Prozent der Befragten kommen sich als Außenseiter vor. Bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit liegt Deutschland auf dem viertletzten Platz, lediglich gefolgt von Polen, Tschechien und Ungarn. Zudem wachsen hierzulande 10,3 Prozent der Kinder in Haushalten auf, in denen die Eltern arbeitslos sind. Auch dieser Wert liegt im internationalen Vergleich recht hoch.

Trotzdem ziehen die Macher der Studie ein positives Fazit: Im Vergleich zur vorherigen Erhebung im Jahr 2007 hat sich Deutschland in der Gesamtwertung immerhin um drei Ränge verbessert – von Platz elf auf Platz acht von 21 untersuchten Nationen.

Erneut gehen die Niederlande im Vergleich als kinderfreundlichstes Land hervor. Auch Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark sowie Spanien und die Schweiz stehen im Gesamtvergleich besser da als Deutschland.


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