Deutschlands Fernsehzuschauer werden immer älter - die Jugend kehrt dem Medium zunehmend den Rücken. Doch welche Fernsehformate sprechen die jungen Zuschauer noch an? Aus gegebenem Anlass, hier eine kleine Zusammenstellung bekannter TV-Formate und deren durchschnittliches Zuschaueralter. Nehmen Sie sich etwas Zeit, Sie werden überrascht sein.
Erfrischend offene Worte fand Udo Reiter, seines Zeichens Intendant des MDR, zur aktuellen Akzeptanz des ARD Programmangebots bei Deutschlands Jugend. “Alle diese Versuche sind schief gegangen. Ein 18-jähriger sucht eben keine Jugendsendung im dritten Programm und Bruce Darnell schaut er sich bei ProSieben an, nicht bei uns”, so Reiter im “Tagesspiegel”.
Anzeigen? TV-Spots? Kino-Trailer? Promo-Teams? Wie können Jugendliche überhaupt noch von der werbetreibenden Industrie erreicht werden? Dies ist die zentrale Frage in Marketing-Abteilungen und Agenturen, sofern sie ihrer Arbeit den nötigen Ernst entgegenbringen. Ein wenig Licht ins Dunkel versucht nun die 13. Welle der durchaus beachtenswerten Timescout Trendstudie zu bringen. Du diesen und anderen Fragen interviewt wurden 1.200 Kids und Jugendliche aus sechs Ballungszentren in verschiedenen Altersgruppen von 11 bis 39 Jahren.
TV ist bei Jugendlichen out. Das bemerkten wir schon im November. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Unternehmens OC&C unterstreicht diese Annahme deutlich. Im Rahmen der Studie wurden 520 Briten im Alter zwischen 15 und 30 Jahren nach ihren Konsumgewohnheiten befragt. Das Ergebnis: 43 Prozent der Befragten sehen deutlich weniger fern als noch vor drei Jahren.
SONY BMG Family Entertainment präsentieren im Herbst 2008 in Zusammenarbeit mit RUF Jugendreisen die erste TKKG Detektiv-Städtereise und lädt junge Spurensucher aus ganz Deutschland in die Welt der Jungdetektive Tim, Karl, Klößchen und Gaby ein. Die Detektivausbildung wurde für 8- bis 14-jährige Kinder und Teenager konzipiert und feiert in den kommenden Herbstferien Premiere.
Wie hält es unsere Jugend mit der Religion? Dieser Frage widmen sich naturbedingt immer wieder der Kirche nahestehende Institutionen - meist aus purem Selbsterhaltungstrieb. So auch der Würzburger Religionspädagoge Hans-Georg Ziebertz mit seinem Team in der Studie “Youth in Europe II: Religiosity”. Die Ergebnisse dürften im Vatikan anhaltenden Schwermut auslösen. Die beachtenswerte Studie befragte rund 10.000 Jugendliche in ganz Europa, der Türkei und Israel zu ihren Lebenseinstellungen, ihrer Religion und ihrem Glauben. Ziel war es, Unterschiede zwischen den Religionen aber auch länderspezifische Eigenarten zu erkennen. Die Ergebnisse zeigen gravierende Differenzen allein innerhalb Europas.
“Wie gut ist die Betreuung auf Jugendreisen?“ ist die zentrale Frage von Eltern, deren Kinder auf eine betreute Ferienfreizeit fahren. Ein neues, einheitliches Bewertungssystem für pädagogische Betreuung soll Auskunft geben und als “Qualitätssiegel” für den Reiseanbieter und besorgte Eltern dienen. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. hat dieses Instrument zur Bewertung entwickelt. Die Pilotphase ist erfolgreich gestartet und wurde vom Bundesjugendministerium gefördert. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e. V. arbeitet seit 2005 an einem Verfahren zur einheitlichen Bewertung der pädagogischen Betreuung bei Kinder- und Jugendreisen. Fünf Veranstalter – RUF Jugendreisen, Sportjugend Rheinland-Pfalz, Erlebnistage, „up with friends“ der Kinder- und Jugendreisedienst der Diakonie in Bayern sowie CISV Germany – nahmen 2007 mit Erfolg an der Pilotphase teil.
Sie trinken bis zum Augenstillstand, schlagen sich und anderen die Köpfe ein, sind alle Nazis, werden immer dümmer und nun schon mit 14 Jahren kriminell. Auf keiner Bevölkerungsgruppe lässt sich so willkürlich und ungestraft eindreschen, wie auf der Jugend. Das sollten Sie ´mal mit Autofahrern, Kleingärtnern oder Hundebesitzern versuchen.
Besinnlichkeit? Fehlanzeige. Geschenke müssen her! Heiligabend steht vor der Tür und somit fiebern Millionen von Kids den messbaren Ergebnissen der elterlichen Konsumralley entgegen. Doch was soll es sein? Das Meinungsforschungsinstitut Synovate hat pünktlich 1.325 Kids und Jugendliche nach ihren sehnlichsten Wünschen befragt.
Kennen Sie den Undertaker? Oder Stone Cold Steve Austin? Hornswoggle? Den großartigen Khali? Nicht? Machen Sie sich nichts draus. Fragen Sie einfach Ihren Sohn. Was sich anhört, wie die Karten eines Mutanten-Quartetts, sind allesamt Stars einer pompösen Show, die auch in Deutschland immer mehr junge Anhänger findet: Wrestling. In den USA gehört Wrestling längst zu den Mega TV-Events: Rund 15 Millionen Zuschauer sind Woche für Woche live dabei und garantieren Millionen Dollar Werbeumsätze. Die Stars werden vergöttert wie hierzulande nur Oliver Kahn oder der Schweizer Ex-Kreiselfahrer Michael Schumacher. Nun schwappt die Wrestling-Euphorie nach Deutschland und gestandene Eltern zweifeln plötzlich am Geisteszustand ihres Nachwuchses.